(K)ein Sommer wie damals....

Mit den allgemeinen Öffnungen von Geschäften, Gasthäusern, Sportstätten und anderen Bereichen wird ab 17. Mai auch wieder regulärer Schulbetrieb bestehen. Österreichs Schülerinnen und Schüler kehren daher nach vielen Monaten endlich wieder an ihren eigentlichen „Arbeitsplatz“ zurück. Sie tun dies als die bzgl. SARS-CoV-2 mit Abstand meistgetestete Gruppe, weiterhin ist vorerst dreimal wöchentliches Testen Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht.

Die von manchen als Alternative geforderte PCR-Testung durch „Gurgeltests“ wird zumindest vorerst nicht österreichweit umgesetzt, vor allem auch wegen der nicht unkomplizierten Logistik (Dokumentation mittels Fotos bzw. Video, Abgabe bzw. Abholung durch Rewe Konzern etc.).

Ob bzw. wie Kinder und Jugendliche in den nächsten Monaten zu ihrem „grünen Pass“ kommen, wird derzeit ausgearbeitet. Eines der 3 „G“ (genesen, getestet, geimpft) kommt allerdings für Kinder und Jugendliche derzeit nicht in Betracht. Es kann damit gerechnet werden, dass im Laufe des Sommers zumindest EIN mRNA-Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen wird, sodass dann auch diese Gruppe in die Impfprävention eingeschlossen werden kann.

Die Österreichische Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde hat seit Beginn des Jahres mehrfach darauf hingewiesen, dass Impfungen mittelfristig wahrscheinlich die einzige Möglichkeit sind, Kindern und Jugendlichen einen regelmäßigen Schulbetrieb zu ermöglichen. Würden Kinder so wie bisher aus dem Impfprogramm ausgeschlossen, wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit in dieser Altersgruppe mit den absolut und relativ höchsten Inzidenzzahlen zu rechnen. Dies könnte dazu führen, dass im Herbst 2021 Kinder und Jugendliche neuerlich ungerechtfertigt als die „Treiber der Infektion“ dargestellt werden.

Der starke Rückgang der SARS-CoV-2-Inzidenz ab April 2021 dürfte zum Teil auf die Lockdowns, zum Teil auf die Impfungen, vor allem aber auch auf die bekannte Säsonalität der Coronaviren zurückzuführen sein. Es ist daher zu hoffen, dass die Inzidenzzahlen den Sommer über niedrig bleiben werden. Abzuwarten bleibt, ob - wie zum Beispiel in Westaustralien - durch Aufhebung der Kontaktbeschränkungen dann atypischerweise in der warmen Jahreszeit die im Winter 2000/21 ausgebliebenen Infektionen durch Influenza und RSV im Sinne eines „catchup“ nachgeholt werden.

Noch gar nicht absehbar ist die weitere Entwicklung im Winter 2021/22. Aus derzeitiger Sicht ist es wahrscheinlich, dass dann (möglicherweise auch wegen neuer Mutanten) eine neuerlicher Impfdurchgang notwendig sein wird - ähnlich wie bei Influenza.

Aus Sicht der Kinder und Jugendlichen ist dann unbedingt zu fordern, dass Kinder und Jugendliche in dieses Impfprogramm eingebunden werden und ihnen die Teilnahme am Impfprogramm auf alle Fälle ermöglicht werden muss. 

Verfasser: R. Kerbl, 13.5.2021

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